Positionspapier der BürgerInitiative bäuerliches Lunestedt Wir wollen  eine sachliche und ernsthafte Auseinandersetzung um das Thema “Industrielle Massentierhaltung” in Lunestedt befördern. Wir wollen uns  vor Ort gegen   industrielle Massentierhaltung zur Wehr setzen und im Vorfeld solcher geplanter Anlagen die Bevölkerung entsprechend aufklären. Wir wollen auch nicht einen Bauern diskreditieren, sondern uns geht es  darum “Nein” zu sagen zu Agrarfabriken die Land auf  Land ab zunehmend die Landwirtschaft prägen. Dieses ist kein gottgewolltes Gesetz, sondern dahinter stehen einzig und allein Großkonzerne, die die alleinige Kontrolle erlangen wollen, über den Weg von der Aussaat des Lebensmittels bis auf den Teller des Verbrauchers. In diesem Falle vom Ei bis  auf den Tisch des Konsumenten. Blauköter*, Bolle* und Co bestimmen, was auf den Tisch kommt. Den ersten Schritt gegen diese Bevormundung sowohl des Produzenten als der Verbraucher haben wir als Lunestedter Bürger am 7.10.2010  getan. Wir sind weiterhin in aller Öffentlichkeit dazu bereit mit den Planern und Betreibern solcher Ansinnen in einen streitbaren Dialog zu treten. Wir möchten in sachlicher und fairer Auseinandersetzung sowohl die Öffentlichkeit (die Bürger dieser Gemeinde) als auch die potentiellen Betreiber davon überzeugen, dass industrielle Masthaltung (ob Huhn, Schwein, Pute oder...) in unserer Gemeinde nicht mehr gewünscht ist. Wir sind überzeugt ,dass diese Art der Tierproduktion nicht zu  dem Erfolg führt, unseren Ort ,unsere Region in landwirtschaftlicher Wertschöpfung wieder  stark zu machen. Wir sind auch als Verbraucher nicht mehr bereit,  den Interessen einiger Großkonzerne wie Blauköter* und Co in die Hände zu spielen, die über einen ruinösen Verdrängungswettbewerb mit Hilfe zutiefst unethischer Tierhaltung (Qualzucht), Lohnmäster zu Erfüllungs- gehilfen ihrer Geschäftspolitik ----------------- *Namen von der Redaktion geändert  machen, und  nur ihren egoistischen  marktpolitischen Vorteilsnahmen dienen. Die bäuerliche Landwirtschaft bleibt dabei auf der Strecke. Wir sind der Auffassung, dass klimapolitische als auch ökologische Gründe es schon heute verbieten, dass vor Ort  großindustrielle Massen- tierhaltung weiter  Fuß fasst und die  eigentliche landwirtschaftliche Wert- schöpfungskette „Aus der Region, für die Region“  konterkariert wird. Letztendlich wird diese Art der Tierhaltung den letzten ver- bleibenden landwirtschaftlichen Betrieben der Region ,die Tierhaltung im herkömmlichen Sinne betreiben, auch noch den Todesstoß versetzen. Gewiss sind auch wir Verbraucher gefragt, dieser verheerenden Entwicklung  entgegen zu wirken. Und so ist es nur zwingend und logisch,  dass wir uns nun aktuell auch hier vor Ort mit aller Kraft gegen solche Entwicklungen stellen müssen. Unsere Vision ist es, gerade aus unserer ländlich strukturierten Region wieder - Bauernhöfe statt Agrarfabriken zu bekommen - wieder Qualität statt Quantität auf den Speiseplan zu bekommen - aus der Region für die Region, eine biologisch einwandfreie Produktpalette zu erhalten. Es soll schon Zeiten gegeben haben, da konnten die Bauern diese Produktpalette vorhalten. Und heute boomt der Biomarkt wieder. Auch örtliche Politik ist  gefragt und ein Umsteuern auf allen Politikebenen ist zwingend. Wir wollen damit schon vor Ort beginnen. Man muss sich nur wieder trauen, ob Anbieter oder Verbraucher... Deshalb  ist es zwingend, dass wir uns als Bürger und Verbraucher dieser Gemeinde mit allen Mitteln zur Wehr setzten gegen diese Art von Industrieller Landwirtschaft. Wir wollen Mitstreiter sein für        “Bauernhöfe statt Agrarfabriken” Wer sich erfolgreich gegen die Einrichtungen von industrieller Massentierhaltung wehren will, muss den Widerstand sowohl juristisch als auch politisch organisieren.